Serverschrank mit Klimaanlage selbst aufbauen
Wer kennt das nicht, man ist Besitzer eines Serverschrankes und hat ab und an Schwierigkeiten mit der Wärmelast. Der Gedanke eine Klimaanlage an den Schrank zu montieren hat man sicherlich auch schon einmal gehabt.
Hier einige Tipps wenn die Entscheidung ansteht einen Serverschrank mit kompletter Klimaanlage (Luft/Luft) neu zu beschaffen, oder sich an das Werk zu machen den vorhandenen Schrank umzurüsten.
Folgende Punkte sollten beachtet werden beim Umbau eines bestehenden Serverschrankes:
1. Ihr Serverschrank der zurzeit im Einsatz ist, wird wahrscheinlich ein „normaler“ 19“-Schrank sein. Dieser hat in der Regel viele Löcher und freie Durchbrüche um eine optimale Luftzirkulation zu gewährleisten.
Dies ist für den Serverschrank mit Klimaanlage eine schlechte Voraussetzung, da bei einem offenen Schrank die Kälteenergie leicht nach außen kann und der Kühleffekt nicht mehr da ist. Und noch sehr wichtig, es fällt eine Menge Kondensat an.
Tipp: Alle offenen Bereiche schließen! Es können Kunststoffwinkel, Alu-Leisten etc. genommen werden. Diese mit einem elastischen Kleber fixieren, besser ist auf jeden Fall den Kleber nach Auswahl des eingesetzten Materials zu wählen. Nicht vergessen die Türen und die Seitenteile abzudichten. Auch den Kabelauslass schließen. Je dichter der Schrank ist umso besser.
2. Den Montagebereich wo die Klimaanlage eingesetzt wird (Dach, Seite, Tür oder Rückwand) überprüfen auf die Tragfähigkeit, die Klimaanlage muss getragen werden können. Die Anlage ist meistens sehr schwer. Die Serverschrankhersteller bieten häufig Verstrebungen an um z.B. ein Serverschrankdach zu verstärken. Evtl. muss man sich selbst eine Verstärkung herstellen.
Der Serverschrank braucht noch Ausbrüche für die Luftzirkulation und Befestigungslöcher um die Klimaanlage zu befestigen. Mit Stichsäge und Bohrmaschine sollte man dies bewerkstelligen können.
Tipp: Beim Hersteller fragen, ob es fertige Lösungen und Schablonen gibt.
3. Bitte die genauen Luftwege betrachten. Die ausströmende, kalte Luft sollte nicht gleich wieder von der Klimaanlage angesaugt werden. Dann besteht ein klimatischer Kurzschluss und es kann nur ein Teil der Kälteenergie genutzt werden.
Tipp: Versuchen Sie die kühle Luft durch einen Luftkanal nach unten - oder besser - nach unten-vorne zu leiten; dann können die eingebauten aktive Komponenten die klimatisierte Luft voll nutzen.
4. Kondensatablauf vorsehen. Je nach Witterung, Umfeld und Handhabung fällt Kondensat bei der Klimaanlage an. Den Kondensatablauf (am Klimagerät) lokalisieren, einen Schlauch anbringen und diese in einen Eimer führen.
5. Beim Aufstellungsort der Anlage auf Austausch der Raumluft achten. Die Klimaanlage prodoziert Wärme und die wird meistens in den Raum abgegeben. Wenn die Luft nicht ausgetauscht werden kann, so schaukelt sich die Temperatur nach oben und das ganze System wird uneffektiv. Im Extremfall kann es auch zu Ausfällen kommen.
6. Die Klimaanlagen sind (bis auf wenige Ausnahmen) für den Betrieb im Maschinenraum gedacht. Das bedeutet Klimaanlagen sind laut und sollten weit weg vom Arbeitsplatz platziert werden.
Sicherlich gibt es noch weitere Tipps und Erfahrungen. Bitte posten!
Green IT
Green IT hört sich nach kurzzeitigem Modetrend an. Bei genauerem Hinsehen ist aber ein wichtiger Punkt für alle Menschen und Unternehmen die EDV einsetzen – und wer ist da nicht angesprochen?
Es geht schlicht und einfach um Kosteneinsparung - Betriebskosteneinsparung.
Durch die unsichere Energiekosten ein immer wichtigerer Punkt die eingesetzten Energien optimal und Ideenreich zu managen.
Noch ist das Bewusstsein für die Kosten von Energie wenig ausgeprägt: 90 Prozent der IT-Leiter kennen immer noch nicht den genauen Energiebedarf ihrer IT-Infrastruktur, wie eine Studie der Deutschen Energie-Agentur (Dena) ergeben hat. Und die Hälfte der mittelständischen Unternehmer glaubt, dass durch energieeffiziente Geräte nur minimale Energieeinsparungen möglich sind.
Andere wiederum haben die Zeichen der Zeit erkannt und kaufen, wenn ein neuer Rechner gebraucht wird, ein Modell das weniger Strom für den Betrieb benötigt. Die 10 bis 15% Mehrkosten sind schnell wieder eingeholt. Eine besonders interessante Idee verfolgt Google, die eine hohe Rechenkapazität in Anspruch nehmen. Google plant seine Rechnerkapazitäten auf das offene Meer zu verlagern um dort die benötigte Energie direkt zu produzieren und die Kühlung der Rechner durch das kühle Meerwasser realisiert. Wir haben nicht den Energieverbrauch von Google noch die finanziellen Möglichkeiten, aber wir erkennen wohin der Weg geht.
Hier ein paar Tipps zum Geldsparen:
Bildschirme
Strom fressende Röhrenmonitore sind nicht mehr Stand der Technik. Auch bei modernen Flachbildschirmen lohnt der Vergleich. Bis zu 40% weniger Strom braucht ein energieeffizientes Gerät.
Multifunktionale Geräte
Drucker, Scanner, Fax und Kopierer brauchen die meiste Energie während der Betriebsbereitschaft. Ein Multifunktionsgerät vermeidet unnötigen „Leerlauf“-Stromverbrauch mehrerer Einzelgeräte.
Trennung vom Stromnetz
Außerhalb der Bürozeiten können alle Geräte vollständig vom Stromnetz getrennt werden. An bequemsten geht das mit Zeitschaltuhren und Steckdosenleisten mit Schalter.
Netzteile
Hier ist auf den Wirkungsgrad zu achten: Bei Qualitätsprodukten beträgt er über 80 Prozent. Ein Netzteil mit schlechtem Wirkungsgrad muss im Vergleich zum Ökonetzteil mehr Energie aufnehmen, um die gleiche Menge Leistung an das verbundene Gerät abzugeben.
Telefone
Energieeffiziente Telefone und Telefonanlagen verbrauchen noch gerade mal 50 Prozent der Energie ihrer veralteten Vorgänger. Ausschlaggebend für den Spareffekt ist ein sparsames Schaltnetzteil.
Bitte um Meinungen, Ideen und Beiträge rund um das Energiesparen!
Serverschrank Auswahl
Ein Serverschrank ist 600 oder 800mm breit. Die Tiefe beträgt 900 oder 1000mm tief (teilweise sogar noch tiefer). Diese große Tiefe wird notwendig durch die Tiefe der einzubauenden Server (oder anderer Applikationen). Die Befestigungsschienen um die einzelnen Einbaugeräte zu befestigen, sollten Standardmäßig vore und hinten bereits vorhanden sein. Hilfreich für den Einbau von Geräten mit geringerer Tiefe ist eine 3. Befestigungsebene. Die Befestigungsschienen werden meistens in der Breite für 19 Zoll-Technologie montiert. Seltener ist die Anwendung von 21 Zoll-Technologie oder Metrischer-Technologie. Häufig werden Serverschränke mit Lüftermodulen im Dach oder Boden ausgestattet um die erwärmte Luft aus dem Serverschrank zu evakuieren. Weiterhin besteht die Möglichkeit perforierte Türen einzusetzen um bei vorhandener Raumklimatisierung die kühle Luft direkt zu benutzen.
Erwähnenswert: Es ist immer zu berücksichtigen, dass die Tiefe eines Schranks (z.B. 1000mm) nicht komplett genutzt werden kann. Zum einen beginnen die 19"-Profilschienen i.d.R ca. 4 - 6cm von der Türkante entfernt (jeweils vorne u. hinten), zum anderen wird für die Verkabelung immer ein wenig Platz vor u. vor allem hinter dem Server benötigt.
Leider werden die Server immer tiefer. Sollte der Platz vorhanden sein, so wählen Sie vorzugsweise den tieferen Schrank; damit Sie für die nächste Servergeneration gerüstet sind.
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